1618 -1648 Der Dreißigjährige Krieg in Deutschland.


Hans Maercker, a. a. O.

[Die ]Auseinandersetzungen um die konfessionelle Orientierung eskalierten 1618 im Ausbruch des Dreißigjährigen Kriegs. Er führte in Mitteleuropa zu einer politischen und wirtschaftlichen Katastrophe. Der deutschsprachige Raum geriet in den Brennpunkt europäischer Interessen. Schweden unterstützte im Dreißigjährigen Krieg offiziell die deutschen Protestanten. Söldnertruppen aus ganz Europa kämpften aufseiten der verschiedenen Heerführer, die erhebliche eigene Macht gewannen. Die Kriegsführung nahm im Verlauf unkontrollierte Züge an: Städte wurden belagert und geplündert. Marodierende Söldnertruppen mussten sich selbst ernähren und taten dies ungezügelt mit Einsatz von Gewalt gegen die Landbevölkerung. Zentraleuropa erlitt im Verlauf der dreißig Jahre von 1618 bis 1648 einen Bevölkerungsrückgang.