1454 – 1466. Der dreizehnjährige Krieg


Dr. Bernh. Stadie, a. a. O., Wilhelm Fuhrmann, a. a. O. Richard Wegner a. a. O.

Im Jahre 1453 kam es zum offenen Kriege und der Bund rief den König Casimir IV. von Polen herbei. Allein noch einmal bewies der Orden seine Kraft. Komtur Heinrich Reuss v. Plauen schlug 1454 am 16. September das sechsmal stärkere Heer der Polen bei Konitz und Tausende von den Polen kamen in einem ganz in der Nähe der Stadt belegenen Wasserbruche um, das davon noch heute den Namen „Heerbruch“ führt.

Doch mangelte es dem Orden an Geld; die Söldner forderten Zahlung, die ihnen trotz schwerer Opfer nicht gewährt werden konnte. Daher nahmen sie die Marienburg ein und überlieferten sie (1457) dem Könige Casimir IV. von Polen. Der Krieg wurde noch ein Jahrzehnt mit abwechselndem Glücke fortgesetzt und Konitz während dieser Zeit noch zweimal (1461 und 1465) von den Polen belagert, aber nicht genommen. An die Zeiten, des 13 Jahre währenden Bürgerkriegs, welcher zur Zeit der Erneuerung der polnischen Herrschaft das Land so verödete daß, wie ein Chronist sich ausdrückte, meilenweit kein Busch mehr zu sehen war, da man eine Kuh anbinden konnte. Am 2. Februar 1645 wird nach langer Gegenwehr, die Neuenburg an Polen übergeben.