1433 Einfall der Hussisten


Dr. Bernh. Stadie, a. a. O.

Kaum waren die Wunden geheilt, da drangen die Hussisten in Pommerellen ein. Sie wollten den Tod des auf dem Konzil in Konstanz vebrannten Huß rächen. Über Konitz, dass sie verbrannten, zogen, sie alles verwüstend, verbrennend und mordend durch das Land. Die Stadt Dirschau verteidigte sich eine Zeit lang. Einige Gebäude an der Stadtmauer gerieten in Brand. Ein heftiger Sturm trieb die Flammen in die Stadt. Gegen 10.000 Einwohner sollen umgekommen sein. Sicherlich waren auch viele Bewohner des Umlandes in die befestigte Stadt geflüchtet. Die Hussisten zogen weiter nach Danzig, bis zum Meeresstrand. Sie kehrten zurück und verwüsteten alles, was sie vorher noch verschont hatten. Ein Klagebrief des Abtes von Pelplin an den Hochmeister und ein Schreiben des Komthurs von Mewe beschreiben den Umfang der Verwüstungen. ‘In ganz Pommerellen, in welchem zahlreiche Dörfer blühten, waren im Ganzen 14, vierzehn Dörfer, die zwischen Sumpf und unzugänglichen Morasten gelegen waren, der Verödung und dem Feuer entgangen’. Im Stargarder Kreis war wahrscheinlich nur Stargard allein übrig geblieben.