1130 Casimir der Gerechte rief eine Synode der Bischöfe ein


1130. Casimir der Gerechte rief eine Synode der Bischöfe ein, an der auch die Bischöfe Onolph und Conrad teilnahmen, um mit ihrer Hilfe, den Quälereien und Fronen der Bauern ein Ende zu machen.

Welcher Art diese waren, schildert Vincentius Kadlubek, Bischof von Krakau (+1226) und nach ihm später Boguphal, Bischof von Posen in seiner ‘Historica Polonica in Joannis Dlugossi hist. tom. II. P. 592-826 abgedr. lib. 4. Kap. 9: Richard Wegner a. a. O. Seite 149

Es war altherkömmlich in Polen, dass jeder Magnat (Mächtige), zu Hoffahrt und Übermut geneigt, nicht bloß Spreu, Heu und Stroh, sondern das Korn selbst mit Gewalt aus den erbrochenen Scheunen und Böden fortriss und nicht bloß von den Pferden verzehren, sondern auch unter die Füße treten lies. Und noch etwas anderes war aus dem gleichen Frevelmut althergebracht. So oft ein Magnat eine auch nur unbedeutende Botschaft auszurichten veranlasste, mussten seine Trabanten sich auf die Pferde der armen Bauern werfen, und im Zeitraum einer Stunde, die weitesten Räume durchfliegen. Das war vielen verderblich, da manche Pferde davon unheilbar struppiert wurden, manche ganz drauf gingen, andere, wenn sie sich ausdauernd zeigten, ganz entführt wurden, woraus dann nicht selten Mord und Totschlag entstand.