1288


Quelle Wikipedia: Die Schlacht von Worringen

1288 Im Streit mit Brabant um den Besitz Limburg kommt es zur Schlacht bei Worringen.

Der 5. Juni 1288 auf der Fühlinger Heide. Am frühen Morgen, nachdem er die Morgenmesse besucht und gebeichtet hatte, machte sich Erzbischof von Köln, Siegfried von Westerburg von seinem Lager in Brauweiler mit seinem Heer auf den ca. zwölf Kilometer langen Weg in Richtung Worringen. Johann von Brabant, durch Späher über das Herannahen des erzbischöflichen Heeres informiert, zog ihm von Worringen aus entgegen und bezog Stellung auf einer Anhöhe südostwärts des Worringer Bruchs (nordwestlich des heutigen Fühlingen). Vermutlich gegen 11:00 Uhr traf der Erzbischof mit seinen Truppen dort ein. Seine Aufstellungen formierten sich westlich des heutigen Fühlingen, dabei nahmen auf Seiten des Erzbischofs die Luxemburger die mittlere Position gegenüber den Brabantern ein. Der Erzbischof selbst mit seinen kölnischen Truppen stellte sich auf dem rechten Flügel gegenüber den Truppen der Grafen Adolf von Berg und Eberhard von der Mark auf, denen sich ganz außen das auf dem Flügel befindliche Fußvolk der Stadt Köln und der märkischen und bergischen Bauern anschloss. Der Herzog von Geldern bezog auf dem linken Flügel Stellung gegenüber den Reitern der Jülicher und des Grafen von Looz sowie dem brabantischen Fußvolk, das ganz außen positioniert war. Gleich zu Beginn der Schlacht gelang es dem Erzbischof, das bergische Fußvolk und die Kölner Miliz zu überreiten und in die Flucht zu schlagen. Doch begab sich der Erzbischof damit in eine strategisch äußerst ungünstige Position, die beinahe zur Auflösung seiner Formation führte. Nach Meinung des Militärhistorikers Ulrich Lehnart war diese frühe Aktion des Erzbischofs bereits das entscheidende Ereignis, das den Ausgang der Schlacht bestimmen sollte. Der heftigste Kampf tobte in der Mitte der beiden Fronten zwischen den Brabantern und den Luxemburgern. Dabei verloren zuerst Walram von Luxemburg-Ligny, dann Heinrich von Luxemburg, Heinrich von Houffalize, Bastardbruder Heinrichs, und dessen jüngerer Bruder (dessen Name war vermutlich Balduin) ihr Leben. Damit war eine ganze Generation des Hauses Luxemburg ausgelöscht.