1703 Der dritte schwedisch – polnische Krieg; auch der Große nordische Krieg genannt.


Hans Maercker a. a. O., Wilhelm Fuhrmann, a. a. O.

Dieser Krieg war zwischen Karl XII von Schweden und Peter dem Großen von Russland in Verbindung mit König August dem Starken von Polen, Kurfürst von Sachsen, entbrannt. Die Schweden besetzten ganz Polnisch-Preußen im Jahre 1703 und Karl XII bezog sein Hauptquartier im Dorfe Topolno in der Nähe von Schwetz. Die Brandschatzung des Landes bis zum Abzug der Truppen nach Polen im Jahre 1709 wird zwar als regulär bezeichnet. Über Sengen und Morden in diesem Kriege sind keine Klagen berichtet. Die lange Dauer der Repressalien aber, die je nach dem Stand der Dinge bald vom Feind, bald vom Freund ausgeübt wurden, ruinierten das Land. Im Jahre 1709 zogen die Schweden nach Pommern ab. Im Jahre 1707 wurde Konitz noch einmal von russischen Soldaten angegriffen, die sich aber wegen der tapferen Gegenwehr der Bürger zurückziehen mussten. Dies veranlasste, den russischen Oberst Schulz mit einer größern Heeresabteilung in die Stadt zu rücken und die Bürgerhäuser nebst Speicher zwei Wochen lang zu plündern. Durch die schwedisch-polnischen Kriege erhielt Konitz eine Schuldenlast von 80,000 Fl. Preuß. Im Jahre 1709 zogen die Schweden nach Pommern ab.