1466 – 1569. Der Frieden von Thorn und die Zeit danach


Hans Maercker. Eine polnische Starostei und ein preußischer Landkreis. Geschichte des Schwetzer Kreises 1473-1873 (= Wegner, Band 2), Danzig 1886 (= Zeitschrift des Westpreußischen Geschichtsvereins, Hefte 17-19)

Mit dem im Jahre 1466 beschlossenen Thorner Frieden, begann für Pommerellen ein längerer Zeitabschnitt, in welchem die Woiwodschaft nicht mehr Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen war. Durch die Nähe des Landes zum benachbarten deutschen Ordensgebiet und der feindlichen Gesinnung des deutschen Ordens war von Ruhe für die Bewohner dennoch keine Rede. Raubendes Volk aus dem Ordensland brannte und plünderte. Ebenso wurden aus Pommerellen Plünderungszüge in das Ordensland gemacht. Das Geraubte wurde über die Weichsel gebracht und im Lande verkauft. So wurden im Jahre 1519 ein Haufen Pferde im Kreuzherrenland genommen und zum Teil schon in Kommorsk verkauft. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts beteiligte sich der Landadel an den Kämpfen gegen die Türken. Das Incorporationsprivelegium wurde bei der Vereinigung Preußens mit Polen vereinbart. Es gewährte dem ehemaligen Ordensland seine eigene Verwaltung und garantierte dafür, dass stets nur eingeborene Personen als Beamte eingesetzt werden. Darüber hinaus schuf es die Personal-Union mit der polnischen Krone und eine engere staatliche Verbindung.