1093 bis 1109. Die Schlacht bei Nakel


Dr. Bernh. Stadie, a. a. O. Seite 10.

So war eine Zeit lang die Herrschaft der Polen wieder durch Blut befestigt. Doch nicht lange dauerte diese Ruhe. Als Sbignew, Wladislaw`s unehelicher Sohn, sich gegen seinen Vater empörte, schloss er mit den Pommern ein Bündnis. Jedoch in der Schlacht am Goplosee wurden sie mit Sbignew geschlagen und in Ihr Gebiet zurückgetrieben. Der ewigen Kämpfe Müde, legte Wladislaw seine Herrschaft nieder und teilte sein Reich unter seine Söhne Boleslaw Krzywoush und Sbignew, dem die Herrschaft Pommerns zufiel. Die Teilung führte zu einem langwierigen Bruderstreit, in welchem die Pommern für Sbignew gegen Boleslaws polnische Heerhaufen fochten und infolge dessen ihr Land häufigen Verheerungen der Polen aussetzten. Während dieser Kämpfe versuchte Gnewomir, polnischer Statthalter zu Czernikow, die pommerschen Edelinge zum Abfall zu bewegen. Doch Boleslaw erzwang durch die Schlacht bei Nakel (1109), in welcher die Pommern vernichtet wurden, Unterwerfung. Von jetzt ab herrschten die Polen in Pommern.