{"id":695,"date":"2014-08-13T16:41:33","date_gmt":"2014-08-13T14:41:33","guid":{"rendered":"http:\/\/roclawski.eu\/wordpress\/?p=695"},"modified":"2014-09-16T18:27:58","modified_gmt":"2014-09-16T16:27:58","slug":"meine-forschung-in-der-eifel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/roclawski.eu\/wordpress\/?p=695","title":{"rendered":"Forschung in der Eifel"},"content":{"rendered":"<p>\u00c4lteren Personen beim Erz\u00e4hlen zuh\u00f6ren, steht immer bei Beginn unseres sch\u00f6nen Hobbys Familienforschung. Schon von Kindesbeinen h\u00f6rte ich gerne zu, wenn sich die Erwachsenen unterhielten. Besonders interessant, waren gr\u00f6\u00dfere Treffen der Familien.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher, noch in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, feierte man in den Eifelgemeinden die j\u00e4hrliche Kirmes, das Fest des Kirchenpatrons. Andernorts auch &#8222;Kirchweih&#8220; genannt. Es war ein Fest, dass im Sp\u00e4tsommer und Herbst, wenn die Feldbestellung vorbei war und die Ernte eingefahren war, von jeder Familie ausgerichtet wurde. So traf sich die Verwandtschaft in den jeweiligen Orten und H\u00e4usern, im Abstand von einigen Wochen. Ein Fest das, in jedem Haus, einmal im Jahr, veranstaltet wurde. Es wurden, Schweine, in gr\u00f6\u00dferen H\u00f6fen auch ein Rind geschlachtet, reihenweise Kuchen und Leckereien gebacken, das Haus frisch gestrichen, in Haus und Hof f\u00fcr Ordnung gesorgt. Im Dorf trafen Schausteller und wandernde H\u00e4ndler ein. Verkaufsst\u00e4nde, Schie\u00dfst\u00e4nde, Schiffschaukeln und Karussells wurden aufgebaut. Im Wirtshaus\u00a0wurde zum Tanz aufgespielt. \u00a0Der Sonntag begann mit einem festlichen Hochamt in der Kirche. In meinem\u00a0Heimatort Niederweis, ein Filialort der Pfarrei Alsdorf (Eifel), wurde die Kirmees am 3. ten Sonntag nach Michaelis ausgerichtet. Wegen der N\u00e4he zu Allerheiligen wurden dann gleich die Gr\u00e4ber gesegnet.\u00a0\u00a0Allerheiligen war nah und die Verwandten auch anwesend! Es war Kirmes. Das war ein aufwendiges Fest, aber es wurde nur einmal im Jahr ausgerichtet.<\/p>\n<p>Die Bedeutung dieses Festes hat abgenommen; man scheut den betriebenen Aufwand. Heute sind die Verwandten mobiler, daf\u00fcr steht \u00a0heute steht jeden Sonntag, irgendein Auto im Hof.<\/p>\n<p>Wir Kinder lauschten gespannt den Erwachsenen, hatten aber noch keinen Anla\u00df und kein Wissen, das Geh\u00f6rte systematisch aufzuschreiben und aufzubewahren.<br \/>\nDie Schulzeit endete, das Berufsleben begann, mit der Ausbildung, dem Erwerb weiterer Abschl\u00fcsse, Titel und Diplome. Die Familie wurden gegr\u00fcndet , die Kinder wuchsen auf. Mit den Jahren stieg im Beruf die Verantwortung, die Zeit wurde immer knapper, man sah die Verwandtschaft nur noch bei Beerdigungen. Wieder war eine Person weniger, bei der man h\u00e4tte genauer nachfragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Warum Familienforschung?<\/strong><\/p>\n<p>Bei meinem aufgenommenen Wissen, was ich so unsystematisch erfahren hatte, gab es L\u00fccken. Verfolgte ich die allgemeine Geschichte, so konnte manches, nicht so wie erz\u00e4hlt, gewesen sein. Informationen passten nicht mehr zusammen. Einiges konnten die Erz\u00e4hler nicht mehr genau wiedergeben. Die L\u00fccken waren, unbeabsichtigt, in gutem Glauben, durch Interpretationen und Vermutungen ausgef\u00fcllt worden. Ohne Hintergrundwissen, wurden \u00fcberlieferte Aussagen der Vorfahren, in anderem Sinnzusammenhang zitiert. Aus ehemaligem Wissen waren Legenden geworden.<\/p>\n<p>Ich erkannte, dass es h\u00f6chste Zeit war mit systematisch betriebener Familienforschung zu beginnen. Der eigentliche Grund jeder Familienforschung ist eine geh\u00f6rige Portion ungestillter Neugier.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00c4lteren Personen beim Erz\u00e4hlen zuh\u00f6ren, steht immer bei Beginn unseres sch\u00f6nen Hobbys Familienforschung. Schon von Kindesbeinen h\u00f6rte ich gerne zu, wenn sich die Erwachsenen unterhielten. Besonders interessant, waren gr\u00f6\u00dfere Treffen der Familien. Fr\u00fcher, noch in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, feierte man in den Eifelgemeinden die j\u00e4hrliche Kirmes, das Fest des Kirchenpatrons. 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