{"id":119,"date":"2014-06-13T18:44:15","date_gmt":"2014-06-13T16:44:15","guid":{"rendered":"http:\/\/roclawski.eu\/wordpress\/?p=119"},"modified":"2014-06-14T19:52:52","modified_gmt":"2014-06-14T17:52:52","slug":"1308-der-suendenfall-des-deutschen-ordens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/roclawski.eu\/wordpress\/?p=119","title":{"rendered":"1308 Der S\u00fcndenfall des deutschen Ordens."},"content":{"rendered":"<p class=\"smaller\" style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #444444;\"><div id=\"flags\" class=\"size16\"><ul id=\"sortable\" class=\"ui-sortable\" style=\"float:left\"><li id=\"Czech\"><a href=\"#\" title=\"Czech\" class=\"nturl notranslate cs flag Czech\"><\/a><\/li><li id=\"English\"><a href=\"#\" title=\"English\" class=\"nturl notranslate en flag united-states\"><\/a><\/li><li id=\"French\"><a href=\"#\" title=\"French\" class=\"nturl notranslate fr flag French\"><\/a><\/li><li id=\"German\"><a href=\"#\" title=\"German\" class=\"nturl notranslate de flag German\"><\/a><\/li><li id=\"Luxembourgish\"><a href=\"#\" title=\"Luxembourgish\" class=\"nturl notranslate lb flag Luxembourgish\"><\/a><\/li><li id=\"Polish\"><a href=\"#\" title=\"Polish\" class=\"nturl notranslate pl flag Polish\"><\/a><\/li><li id=\"Slovak\"><a href=\"#\" title=\"Slovak\" class=\"nturl notranslate sk flag Slovak\"><\/a><\/li><li id=\"Slovenian\"><a href=\"#\" title=\"Slovenian\" class=\"nturl notranslate sl flag Slovenian\"><\/a><\/li><\/ul><\/div><div id=\"google_language_translator\" class=\"default-language-de\"><\/div><\/span><\/p>\n<p class=\"smaller\" style=\"color: #000000;\">http:\/\/www.deutsche-und-polen.de\/_\/ereignisse\/ereignis_jsp\/key=orden_suendenfall_1308.html<\/p>\n<p class=\"normal\" style=\"color: #000000;\">Wladyslaw I. Lokitek ruft den Deutschen Orden gegen die Brandenburger zur Hilfe, die Anspruch auf Pommerellen und Danzig erheben. Gemeinsam mit den Polen besiegt der Orden zwar die Brandenburger, beansprucht dann aber das zu Polen geh\u00f6rende Territorium f\u00fcr sich. 1308 verlegt der Gro\u00dfmeister Siegfried von Feuchtwangen seinen Sitz von Venedig in die Marienburg\/Malbork. Das Jahr 1308 ist das Jahr des S\u00fcndenfalls des Ordens. \u201eLokitek zerrei\u00dft den Vertrag\u201c hei\u00dft das Bild Matejkos, das im historischen Museum zu Thorn\/Torun h\u00e4ngt. Es h\u00e4lt jenes Ereignis fest, das zum Zerw\u00fcrfnis zwischen dem Deutschen Orden und seinen polnischen Gastgebern f\u00fchrt. Ausgel\u00f6st wird es durch einen Brandenburger, den Markgrafen Waldemar. Der besetzt im Jahr 1308 Pommerellen, das kurz zuvor Wladyslaw Lokitek dem Magnatengeschlecht der Swenzonen abgenommen hat, und belagert die Burg von Danzig \/Gdansk. Wladyslaw Lokitek ruft den Orden, der noch als integer gilt, zu Hilfe. Die Kreuzritter erobern Danzig \/Gdansk, die Burg und Pommerellen. Bei den K\u00e4mpfen werden auch polnische Ritter und Danziger B\u00fcrger get\u00f6tet. Ein Vorgang, den die polnische Geschichtsschreibung als Blutbad vermerkt. Bisher hat sich der Deutsche Orden an die vereinbarten Regeln gehalten: Missionierung der heidnischen Pruzzen, Befestigung und Besiedlung des eroberten Landes, keine Gewalt gegen Christen und keine Eroberung von Gebieten, die von Christen bewohnt werden. Nun wendet sich der Deutsche Orden erstmals gegen sein Gastland. Er \u00fcbergibt die Burg nicht an Lokitek und annektierte dar\u00fcber hinaus ganz Pommerellen. Und er forderte von Lokitek eine \u00fcberh\u00f6hte Summe f\u00fcr den Einsatz in Danzig, die dieser nicht zahlen kann. Lokitek zerrei\u00dft den Vertrag. Mit diesem Vorgehen des Deutschen Ordens beginnt der tiefe Konflikt, der \u00fcber Jahrhunderte die Feindschaft zwischen Polen und Deutschen pr\u00e4gen wird. Zwar geh\u00f6rt der Orden nicht zum Deutschen Reich, aber Deutsche stehen an seiner Spitze, deutsche Ritter stellen in der \u00dcberzahl seine Mitglieder und deutsche Siedler, vom Orden ins Land gerufen, pr\u00e4gen seine L\u00e4ndereien. So wird der Deutsche Orden in den Zeiten der Teilungen f\u00fcr Polen zum Symbol eines aggressiven deutschen Staatswesens, f\u00fcr den deutschen \u201eDrang nach Osten\u201c. Da Wladyslaw nicht bereit ist, die \u00fcberh\u00f6hten Kriegskosten zu erstatten, l\u00f6st der Deutsche Orden die Brandenburger Anspr\u00fcche im Vertrag zu Soldin mit 10.000 Silbermark aus und beh\u00e4lt Pommerellen und Danzig. Polen ist nun von der Ostsee abgeschnitten und der Deutsche Orden wird durch die Kontrolle des Ostseehandels noch reicher. Aber er hat gleich mehrere Gesetze gebrochen. Er k\u00e4mpft gegen Christen und Deutsche und er okkupiert Land, das bereits christianisiert ist. Wladyslaw klagt bei der Kurie. Erst 1321 bekommt er recht, kann aber seine Anspr\u00fcche nicht durchsetzen. Die Besitznahme Pommerellens durch den Deutschen Orden bleibt ein Dauerkonflikt zwischen Polen und den Kreuzrittern. Kazimierz III. Wielki (der Gro\u00dfe), der Nachfolger von Wladyslaw Lokitek wird 1333, im Todesjahr des Vaters, zum polnischen K\u00f6nig gekr\u00f6nt. Kazimierz schlie\u00dft mit dem Orden 1343 in Kalisch \/ Kalisz Frieden und akzeptiert damit die Zugeh\u00f6rigkeit Pommerellens und des Kulmer Landes zum Orden; Kujawien und Dobrin werden wieder polnisch. Bis zum Jahre 1409 bleibt dieser Friedensschluss in Kraft. Doch der Konflikt zwischen dem Orden und Polen wird immer sch\u00e4rfer. Immer brutaler werden die \u00dcbergriffe des Ordens gegen einheimische Bauern, Ritter, F\u00fcrsten aber auch B\u00fcrger und immer gr\u00f6\u00dfer wird die Schar seiner Feinde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>http:\/\/www.deutsche-und-polen.de\/_\/ereignisse\/ereignis_jsp\/key=orden_suendenfall_1308.html Wladyslaw I. Lokitek ruft den Deutschen Orden gegen die Brandenburger zur Hilfe, die Anspruch auf Pommerellen und Danzig erheben. Gemeinsam mit den Polen besiegt der Orden zwar die Brandenburger, beansprucht dann aber das zu Polen geh\u00f6rende Territorium f\u00fcr sich. 1308 verlegt der Gro\u00dfmeister Siegfried von Feuchtwangen seinen Sitz von Venedig in die Marienburg\/Malbork. 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