{"id":1610,"date":"2025-07-05T19:07:36","date_gmt":"2025-07-05T17:07:36","guid":{"rendered":"https:\/\/roclawski.eu\/wordpress\/?page_id=1610"},"modified":"2025-07-05T19:07:36","modified_gmt":"2025-07-05T17:07:36","slug":"neue-seite","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/roclawski.eu\/wordpress\/?page_id=1610","title":{"rendered":"Neue Seite"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Juli 2007.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Auf den Spuren von Norberts Vorfahren!<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Unsere Erlebnisreise vom 6. bis 15. Juni 2007 nach Danzig, Chojnice und in die Tucheler Heide in Polen.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Mittwoch, 6. Juni 2007<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Gegen 21.30 kommen wir in Danzig am Flughafen an. Nach Zollkontrolle und Gep\u00e4ckabholung entdecken wir gleich unseren neuen Bekannten Marian Kuziemski Er h\u00e4lt ein gro\u00dfes Schild mit unserem Namen in der Hand. Auch dabei sind seine Frau Felicia mit ihrem 19-j\u00e4hrigen Sohn David, sowie ein Bekannter, Herr Penkowski, der sehr gut deutsch spricht. Nach einer sehr herzlichen Begr\u00fc\u00dfung verfrachten sie uns in Marians Auto, einen VW Passat, Felicia und David fahren extra. Nach ca. 15 Minuten Fahrt sind wir im Hotel am Stadtrand von Danzig, das verkehrsg\u00fcnstig f\u00fcr uns gelegen ist.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Marian und Felicia wohnen in der gleichen Strasse ca. 100 m entfernt. Sie laden uns gleich nachdem wir das Hotelzimmer bezogen haben noch zu sich ein, um f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag ein Programm zu besprechen.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Herr Penkowski und Marian wollen uns Danzig zeigen. Marian spricht nur polnisch, Felicia englisch. David ist Informatikstudent, seine englischen Sprachkenntnisse sind sehr gut. Felicia und Marian betreiben auch Familienforschung und so kam \u00fcbers Internet die Bekanntschaft zustande. Felicia ist Programmiererin und Marian ist Fr\u00fchrentner wegen einer Herzklappenoperation. Sie sind sehr gastfreundlich, denn wir werden noch mit belegten Broten und Getr\u00e4nken bewirtet. Auch m\u00fcssen wir leckeren Honig aus eigener Produktion schmecken. Marian sammelt u. a. alte deutsche Postkarten und B\u00fccher. Gegen 23.00 Uhr begleiten sie uns noch zum Hotel.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Donnerstag, 7. Juni 2007<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Um 10.00 Uhr werden wir von Marian und Herrn Penkowski abgeholt. Bei der Fahrt ins<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Stadtzentrum stellen wir gleich fest, dass \u00fcberall gebaut wird, neue Stra\u00dfen und H\u00e4user und die Beschilderung ist f\u00fcr uns schwer zu verstehen. Doch Marian kennt sich aus und wir finden auch problemlos einen Parkplatz. Wir bekommen vieles gezeigt und historisch erl\u00e4utert. Die Verst\u00e4ndigung klappt ganz gut, da Herr Penkowski \u00fcbersetzen kann und sehr froh ist, wieder einmal deutsch sprechen zu k\u00f6nnen. Herr Penkowski wohnt seit langem in Danzig. Seine Frau ist Architektin und war am Wiederaufbau und der Restaurierung der Stadt beteiligt. Es ist sehr interessant, ihm zuzuh\u00f6ren.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Wir sehen das Goldene Tor, den Langen Markt, Neptunbrunnen, die sch\u00f6nen historischen H\u00e4user, das sog. Rechtsst\u00e4dtische Rathaus usw. Im Krieg wurde alles zu 90 % zerst\u00f6rt, und man hat bereits in den 50iger Jahren damit begonnen, alles originalgetreu anhand alter Fotos und Aufzeichnungen wieder aufzubauen. Vor dem Gr\u00fcnen Tor kehren wir im Lokal Sphinx (hier waren wir bereits 2003) ein, um etwas zu trinken, denn es ist sehr hei\u00df. Au\u00dferdem ist Fronleichnam und wir verfolgen am Rathaus die feierliche Prozession mit Predigt des Danziger Bischofs und Segen. Anschlie\u00dfend gehen wir an der Mottlau und dem ber\u00fchmten alten Danziger Kran vorbei. Nach Besichtigung der Marienkirche, der gr\u00f6\u00dften Backsteinkirche der Welt, es passen 25.000 Menschen hinein, gehen wir in Marians Lieblingslokal, Pizzeria Napoli, am Langen Markt und genie\u00dfen eine wirklich gute Pizza. Gerne h\u00e4tten wir noch ein Museum besucht, doch am Feiertag sind diese geschlossen.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Gegen 14.00 Uhr holen wir Felicia ab und sie wollen noch mit uns nach Zoppot fahren. Zoppot liegt n\u00f6rdlich von Danzig und war vor schon vor mehr als 100 Jahren ein bekannter Kur- und Badeort, mit langen feinen Sandstr\u00e4nden und einer Mole die 1927 schon 516 m weit ins Meer hinaus ragte. Im gleichen Jahr wurde auch das majest\u00e4tische Grand otel in Bet\u00a0<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Hotel in Betrieb genommen. Heute wird ringsherum wieder flei\u00dfig gebaut, u.a. ein Sheraton Hotel. Nicht weit vom Strand entfernt stehen sch\u00f6ne alte restaurierte B\u00fcrgerh\u00e4user im Jugendstil. In einem dieser H\u00e4user wohnt Elisabeth, eine Verwandte von Felicia und wir sind nat\u00fcrlich dort eingeladen. Sie ist Architektin und sehr gastfreundlich. Die Wohnung ist wundersch\u00f6n renoviert und mit passenden antiken M\u00f6beln eingerichtet. Zu Besuch ist auch ihre Schwester Krystyna, die ebenfalls Familienforschung betreibt und die Vorfahren \u201aKula\u2019 sucht. Kula ist auch der Geburtsname von Norberts Gro\u00dfmutter. Elisabeth und Krystyna k\u00f6nnen beide deutsch, so ist eine gute Unterhaltung m\u00f6glich. Es wird u. a. erz\u00e4hlt, dass Elisabeths \u00e4ltester Sohn Adam in Trier BWL studiert hat. Danach arbeitete er an einer Bank in Luxemburg.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Adam ist zu Fu\u00df von Danzig nach Santiago de Compostela gepilgert und hat dort seine polnische Frau kennengelernt, die in Danzig nur einige Stra\u00dfen weit von ihm wohnte. Heute ist er an einer Bank in M\u00fcnchen besch\u00e4ftigt. Nach einem ausgiebigen Spazierung zur Mole und am Strand vorbei werden wir mit Kaffee und viel Kuchen bewirtet. Elisabeth und Krystyna sind sehr an der Familienforschung interessiert. Zum Schluss wird noch vereinbart, dass Felicia und Krystyna uns am n\u00e4chsten Dienstag nach Pelplin zum bisch\u00f6flichen Archiv begleiten.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Freitag, 8. Juni 2007-07<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Heute wollen Marian und Felicia mit uns nach Osie. Von hier und Umgebung hat Norbert viele Daten \u00fcber die Familie Roclawski zusammengetragen. Osie ist auch die Heimat von Felicia. Marian und Felicia holen uns wieder am Hotel gegen 9.30 Uhr ab. Von Danzig fahren wir in Richtung S\u00fcden. Sie zeigen uns die kleinen St\u00e4dtchen Tcew und Gniew. In Gniew besichtigen wir noch eine alte Kreuzritterburg direkt an der Weichsel gelegen. Dann kommen wir nach Pienazkowo (fr\u00fcher Pfennigsdorf), dem Heimatort von Marian. Hier haben sich Marian und Felicia auf 2 ha ein sch\u00f6nes gro\u00dfes Sommerhaus gebaut. Marian zeigt uns seine 27 Bienenst\u00f6cke, denn die Imkerei geh\u00f6rt zu seinen vielen Hobbys. In Danzig hatte er mir seine Riesenbottiche mit 400 kg Honig gezeigt. Der Kofferraum des Autos ist mit Honiggl\u00e4sern best\u00fcckt, die er unterwegs an seine Kundschaft verteilt hat. Wir besuchen den Friedhof wo sich einige Gr\u00e4ber mit dem Namen Roclawski befinden. Weiter geht es dann nach Osie ca. 100 km von Danzig gelegen. Wir sind in Felicias Elternhaus eingeladen (die Eltern waren beide Lehrer und sind schon verstorben). Hier wohnt ihre Schwester, die ebenfalls Lehrerin ist und etwas englisch spricht, mit Ehemann, der eine Autowerkstatt betreibt. Wir werden mit Kaffee und viel Kuchen bewirtet.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Nachdem wir auf dem Friedhof das Grab von Felicias Eltern besucht, und Gr\u00e4ber mit den Namen Roclawski fotografiert haben, fahren wir mit ihrer Schwester an den Fluss Wda, der fr\u00fcher in deutscher Sprache Schwarzwasser genannt wurde. Ein sch\u00f6nes Feriengebiet ist hier angelegt. Es ist bereits Abend und wir werden in ein Lokal zu einem leckeren Forellenessen eingeladen. Danach fahren wir zur\u00fcck nach Danzig. Im Hotel trinken wir zusammen noch ein Bierchen. Wir sind ziemlich m\u00fcde, denn die Unterhaltung in verschiedenen Sprachen ist sehr anstrengend.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Samstag, 9. Juni 2007<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Heute holen wir um 9.00 Uhr unser Mietauto (Opel Astra) am Flughafen ab, wo uns David und Marian hinbringen. Alles klappt bestens, denn bei Europcar spricht man gut englisch. Wir fahren gleich los und merken, dass wir unseren Fotoapparat vergessen haben. Also m\u00fcssen wir noch einmal ca. 20 km zur\u00fcck ins Hotel. Fotos sind uns heute besonders wichtig, denn wir sind bei Roman Roclawski in Chojnice, ca. 150 km s\u00fcdwestlich von Danzig, eingeladen. Roman hatte sich vor einiger Zeit \u00fcbers Internet gemeldet. Sein Vater war ein Vetter von Norbert. Also fahren wir heute zur Verwandtschaft und sind nat\u00fcrlich sehr gespannt. Wir fahren \u00fcber sehr gute, z. T. neue Strassen, durch eine abwechslungsreiche Landschaft, durch einige kleinere, sch\u00f6ne St\u00e4dte, \u00fcberall wird gebaut und restauriert. Kurz vor Chojnice halten wir am Waldrand an, denn Felicia will per SMS wissen, ob alles klappt. (Sie sind wirklich sehr hilfreich gewesen). Roman hatte sich inzwischen bei ihr schon nach uns erkundigt. Also geht es mit dem Handy etwas hin und her und es ergibt sich, dass uns Roman genau dorthin mit seinem Auto entgegenkommt. Nach ca. 10 Min. erscheint ein VW-Bus und wir lernen einen sehr netten, englisch sprechenden Roman kennen. Also fahren wir hinter ihm her, und das ist auch gut so, denn sein neues, sch\u00f6nes sehr gro\u00dfes Haus liegt ein wenig versteckt im Wald. Roman betreibt ein Unternehmen, seine Frau Maika befindet sich auf einer kurzen Reise in Litauen. Wir lernen nun seine f\u00fcnf Kinder kennen: Karol 15, Magda 12, Michal 10, Kasja 8 und Radek 7 Jahre. Alle sind sehr freundlich und wohlerzogen. Gleich machen sie mit ihrem Vater Kaffee und bringen selbstgebackenen Kuchen. Alles in vorz\u00fcglicher Qualit\u00e4t. Die Kinder lernen in der Schule englisch und deutsch ab der 2.Klasse. Besonders Kasja freundet sich gleich mit mir an. Roman erz\u00e4hlt uns von seinem<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Hobby, der Gleitschirmfliegerei mit und ohne Motor. Er vertritt Polen bei internationalen Wettbewerben. Wir bekommen Fotos im Computer gezeigt, herrliche Luftaufnahmen. Roman ist sehr gastfreundlich und freut sich sichtbar, uns kennenzulernen. Da Roman auch Familienforschung betreibt, hat er noch zwei Cousinen und einen Vetter von Norberts Vater ausfindig gemacht, die in der N\u00e4he, in Zielonka, dem Geburtsort von Norberts Vater, wohnen. Wir sollen in der n\u00e4chsten Woche, am Donnerstag wiederkommen und dort mit ihm hinfahren. Dann k\u00f6nnen wir auch Maika, seine Frau kennenlernen. Nach einem kleinen Spaziergang im nahen Wald f\u00e4hrt er mit uns zu seinem Bruder Gregor, der mit seiner Frau und seiner Mutter ebenfalls in Chojnice wohnt. Hier werden wir gleich wieder sehr freundlich empfangen und mit Kuchen bewirtet. Gregor kann recht gut deutsch, denn er kauft in Bonn und D\u00fcsseldorf regelm\u00e4\u00dfig Autos, um sie in seiner Werkstatt instand zusetzen und dann zu verkaufen. Auch die Mutter spricht noch einige W\u00f6rter deutsch. Inzwischen ist es schon Abend und wir werden zum Essen eingeladen. Ganz in der N\u00e4he befindet sich ein gro\u00dfes wundersch\u00f6nes Feriengebiet mit riesigen Seen. Wir kehren in ein kleines Lokal ein und essen wieder eine leckere frische Forelle aus dem See. Anschlie\u00dfend fahren wir ins Zentrum von Chojnice. Es gibt einen sch\u00f6nen Marktplatz mit gro\u00dfem Brunnen und restaurierten alten H\u00e4usern. Wir machen viele Fotos und es hei\u00dft man k\u00f6nnte uns noch so viele sch\u00f6ne Dinge zeigen. Doch wir m\u00fcssen langsam an die R\u00fcckkehr denken. Zum Abschied gibt es bei Roman noch Getr\u00e4nke und Eis. Es ist fast Mitternacht als wir in Danzig im Hotel eintreffen. Es wurde Zeit, denn wir hatten keinen Nachtschl\u00fcssel.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Sonntag, 10. Juni 2007<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Heute m\u00f6chte Herr Penkowski uns noch einmal begleiten und wir fahren nach Gdingen. Gdingen liegt n\u00f6rdlich von Zoppot und hatte in den drei\u00dfiger Jahren einen bedeutenden Handels-, Fischer- und Passagierhafen.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">An der Mole liegt ein altes Schulschiff der Handelsmarine, das vollkommen erhalten ist und wir besichtigen es auch von innen. Es ist auch heute sch\u00f6nes Wetter und wir h\u00f6ren den interessanten Erl\u00e4uterungen von Herrn Penkowski zu. Wir spazieren durch gepflegte Anlagen, am Yachthafen vorbei und sind nach einem guten Essen am fr\u00fchen Nachmittag zur\u00fcck im Hotel.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Gegen 16.00 will uns Marek Rutkowski abholen. Marek Rutkowski hatte sich kurz vor unserer Reise \u00fcbers Internet gemeldet und uns eingeladen, da seine Frau eine geborene Roclawski ist und in der n\u00e4heren Verwandtschaft ebenfalls Familienforschung betrieben wird.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Au\u00dferdem veranstaltet man mit der ganzen Verwandtschaft \u201aRoclawski\u2019 jedes Jahr im Juni in Kasparus ein Familientreffen an dem mittlerweise 80 \u2013 100 Personen teilnehmen. Nat\u00fcrlich sind wir gleich auch hierzu eingeladen, doch das klappt mit unseren Terminen nicht.\u00a0<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Nun sind wir sehr gespannt, was uns erwartet. Wir lernen einen sehr netten Marek kennen, der gut deutsch spricht. Marek wohnt nicht weit vom Flughafen in einer Neubausiedlung in einem sch\u00f6nen Zwei-Familien-Haus. Begr\u00fc\u00dft werden wir auch hier sehr herzlich von seiner Frau Wanda und der 25-j\u00e4hrigen Tochter, die Studentin ist und nat\u00fcrlich sehr gut englisch spricht. Wir werden durch ein mit Kirschbaum-M\u00f6bel, Kamin und Klavier eingerichtetes Wohnzimmer auf die Terrasse gef\u00fchrt und nehmen unter der Markise mit Blick auf den gepflegten Garten Platz. Gleich werden wir wieder \u00fcppig mit Kaffee, viel Kuchen und Obst bewirtet. Mit Marek k\u00f6nnen wir uns gut unterhalten, er verkauft medizinische Ger\u00e4te und ist beruflich viel mit dem Flugzeug unterwegs. Zu Besuch kommen dann noch 5 Personen, Schwestern und Schwager von Wanda, also auch Roclawskis. Einer von ihnen betreibt auch intensiv Familienforschung und spricht englisch. Eine Schw\u00e4gerin, die Zahn\u00e4rztin ist, spricht sehr gutes deutsch, da ihre Oma in Berlin wohnte und sie als Kind oft dort die Ferien verbrachte. So ist eine interessante Unterhaltung m\u00f6glich. Gegen Abend werden wir noch im Esszimmer mit einem \u00fcppigen Abendbrot bewirtet. Es gibt ger\u00e4ucherten Aal, Heringssalat und leckere andere Salate. Trinken m\u00fcssen wir auf unser aller Wohl, Trinkspruch: \u201eWir sind Roclawski\u201c, mit Wein und Wodka. Gegen 21.00 Uhr bedanken wir uns f\u00fcr diesen wirklich sehr sch\u00f6nen Nachmittag und Abend und die Tochter f\u00e4hrt uns zur\u00fcck ins Hotel.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Montag, 11. Juni 2007<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Heute wollen uns Herr Penkowski und Marian noch einmal etwas von Danzig zeigen. Leider stellen wir fest, dass die Museen auch montags geschlossen haben. So fahren wir in den Stadtteil Oliva und besichtigen die ber\u00fchmte Dreifaltigkeits-Basilika aus dem 18. Jahrhundert.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Sie beherbergt eine gro\u00dfe Rokoko-Orgel mit insgesamt 7800 Pfeifen. Nach einem halbst\u00fcndigen Konzert besichtigen wir den hinter der Kathedrale angelegten wundersch\u00f6nen Park mit Palmengarten. Wir fahren zur\u00fcck in die Stadt. Hier besichtigen wir u. a. noch das alte Rathaus mit schweren original erhaltenen Danziger M\u00f6beln und das bekannte Denkmal der Polnischen Post aus dem Jahr 1979. Es erinnert an die Verteidigung der Post am 1. 9. 1939. Anschlie\u00dfend m\u00f6chte ich noch meine Postkarten mit Briefmarken best\u00fccken und dann abschicken. Das wird nun eine gr\u00f6\u00dfere Aktion. Marian geht zuerst mit mir in ein Gesch\u00e4ft, dass u. a. wohl mehr f\u00fcr Philatelisten gedacht ist. Nach vielem Hin und Her hat er f\u00fcr mich besonders sch\u00f6ne Briefmarken ausgesucht. Dann m\u00f6chte ich die Karten nat\u00fcrlich auch gleich in den Briefkasten werfen. Ah, dann gehen wir am besten direkt zur Post. Die befindet sich am Langen Markt, also laufen wir wieder los. In den Briefkasten darf ich die Karten jedoch nicht werfen Wir gehen in das sehr sch\u00f6ne historische Postgeb\u00e4ude und warten an einem Schalter. Nach langem Gerede werden wir zum n\u00e4chsten Schalter geschickt, dann wieder zur\u00fcck zum ersten.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Ich begreife nicht, dass es so schwierig sein soll, ein paar Postkarten zu versenden. Doch nach ca. 20 Min. hat Marian endlich das was er m\u00f6chte! Einen Sonderstempel vom Neptunbrunnen auf jeder Karte, also eine besondere Briefmarke mit besonderem Stempel. Nach \u00fcber \u00bd Stunde sind wir endlich wieder bei Norbert und Herrn Penkowski, die schon gewartet haben. So ist Marian eben.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Am fr\u00fchen Nachmittag sind wir wieder im Hotel, ruhen uns etwas aus und wir zwei fahren dann noch in ein gro\u00dfes neues Einkaufzentrum, ca. 5 km von unserem Hotel entfernt. Hier finden wir einen\u00a0<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">OBI-Baumarkt, Elektro-Welt, Ikea, H&amp;M, Supermarkt etc. Wir stellen fest, dass es hier keinen Unterschied zu uns gibt, weder preislich noch vom Angebot. Nun kann Norbert auch endlich einmal seine Polnisch-Kenntnisse in einem Cafe anwenden. Es klappt alles bestens.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Am Abend treffen wir uns noch einmal mit Felicja und Marian im Hotel zwecks Familienforschung. Anschlie\u00dfend machen wir noch einen ausgedehnten Spaziergang in die Umgebung. In der N\u00e4he, auf einer Anh\u00f6he stehen mehrere Hochh\u00e4user. Dort haben sie vorher einmal gewohnt. Hier befindet sich auch ein eingez\u00e4untes Gel\u00e4nde mit vielen Autos. Es handelt sich um einen bewachten Parkplatz, den Marian betreibt. An einer anderen Stelle unterh\u00e4lt er noch einen solchen Parkplatz. Von einer Lichtung im Wald kann man in der Ferne den Danziger Hafen und das Meer sehen. Wir sind anschlie\u00dfend sehr m\u00fcde.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Dienstag, 12. Juni 2007<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Wir fahren heute nach Pelplin zum Di\u00f6zesan-Archiv. Marian, Felicia und Krystyna wollen uns begleiten. Unser Opel-Astra ist ein wenig eng, aber es klappt. Pelplin ist Bischofssitz. Die ber\u00fchmte Kathedrale z\u00e4hlt zu den sch\u00f6nsten gotischen Bauwerken Polens. Wir besichtigen die Kirche in Begleitung eines jungen Priesters aus dem angrenzenden Priesterseminar, der seine Erkl\u00e4rungen anhand von Notizen f\u00fcr uns in deutscher Sprache vortr\u00e4gt. Pelplin wurde auch 1999 von Papst Johannes Paul II besucht. Wir sind im Archiv und suchen am Bildschirm nach Daten, die f\u00fcr uns in Frage kommen. Hier sind noch mehr Deutsche, die ebenfalls Nachforschungen anstellen. Es ist sehr zeitaufwendig, da die Computer ziemlich alt und langsam sind. Auch Felicia, Marian und Krystyna studieren in uralten B\u00fcchern und am PC.\u00a0<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Auf der R\u00fcckfahrt essen wir unterwegs in einem kaschubischen Landrestaurant.\u00a0<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Gegen 18.00 Uhr treffen wir im Hotel noch Adam Kaminski vom Verein ostdeutscher Familienforschung, in dem Norbert auch Mitglied ist. Adam Kaminski hatte Norbert bereits im Februar auf einer Tagung in Malente kennengelernt. Er spricht ganz gut deutsch. Kaminski wird von einem Vereinsmitglied begleitet, der Norbert eine CD mit interessanten Daten \u00fcbergibt. Sp\u00e4ter kommen noch Felicia und Marian hinzu und es wird eine f\u00fcr Norbert sehr interessante, f\u00fcr mich weniger interessante Unterhaltung gef\u00fchrt.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Mittwoch, 13. Juni 2007\u00a0<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Heute gehen wir den Tag einmal in Ruhe an, denn wir haben erst am Abend einen Termin abgemacht. Wir genie\u00dfen den \u201eRuhetag\u201c, denn die vergangenen Tage waren zwar sehr sch\u00f6n aber auch wegen der Sprache sehr anstrengend. Wir schlafen uns aus und fr\u00fchst\u00fccken erst gegen 9.30 Uhr. Danach fahren wir noch einmal zum gro\u00dfen Einkaufscenter. Unser Auto steht \u00fcbrigens immer im abgeschlossenen Hotelinnenhof. Wir schlendern einmal gem\u00fctlich durch Ikea. Im Supermarkt erledigen wir noch einige Eink\u00e4ufe, Mitbringsel f\u00fcr die Verwandtschaft in Chojnice, u. a. einen Rotwein aus Deutschland f\u00fcr Roman. Nach einem guten Kaffee wollen wir nun noch einmal nach Gdingen und Zoppot.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">In Gdingen entdecken wir eine ganz neu angelegte Mole und in Zoppot eine sch\u00f6ne kleine Fu\u00dfg\u00e4ngerzone. Wir genie\u00dfen auch hier noch einmal einen Spaziergang \u00fcber die lange Mole<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">und machen in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone in einem Cafe eine kleine Pause. Gegen 17.00 Uhr sind wir wieder zur\u00fcck im Hotel. Heute Abend haben wir Marian, Felicia und Herr Penkowski noch einmal als Dankesch\u00f6n f\u00fcr ihre Hilfe zum Essen eingeladen. Felicia sollte ein gutes Restaurant aussuchen. Marian m\u00f6chte fahren und so holen sie uns um 18.00 Uhr ab und treffen Herrn Penkowski. Wir gehen in das wirklich noble Restauracja \u201eChristal\u201c, in dem wie wir erfahren Lech Walesa seine Familienfeste feiert.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Hier verzehren wir ein gutes Essen mit australischem Rotwein. Zu erw\u00e4hnen ist noch, dass man auch in wirklich guten Lokalen in Polen recht preiswert essen kann. Wir verabschieden uns nun von Herrn Penkowski f\u00fcr seine liebevolle Betreuung und Unterst\u00fctzung und Marian f\u00e4hrt mit uns zum Stadtzentrum. Hier machen wir noch einmal einen herrlichen Bummel \u00fcber den Langen Markt und an der Mottlau vorbei. Es ist wundersch\u00f6n, denn die Abendsonne taucht alles in ein goldenes Licht. \u00dcberall sind viele Touristen, vor allem aus Deutschland.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Donnerstag, 14. Juni 2007<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Heute steht ja noch einmal die Verwandtschaft in Chojnice und in Zielonka auf dem Programm. Wir machen uns fr\u00fch auf den Weg und kommen gegen 11.00 Uhr bei Roman an. Gleich entdecken wir seine Frau Maika, da sie gerade die W\u00e4sche aufh\u00e4ngt. Sie ist sehr nett, spricht aber nur polnisch. Vor dem Mittagessen m\u00f6chte Roman noch einmal mit uns in die Stadt um die beiden gro\u00dfen restaurierten Kirchen zu besichtigen, die in der vergangenen Woche geschlossen waren. Anschlie\u00dfend fahren wir auch zum Friedhof und besuchen das Grab seines Vaters, seiner Gro\u00dfmutter und anderer Cousins von Norbert. Dann ruft Maika \u00fcber Handy an, dass das Essen fertig ist. Wir fahren zur\u00fcck und inzwischen sind auch die Kinder aus der Schule. Sie helfen wieder flei\u00dfig mit. Maika hat leckeren Rehr\u00fccken gekocht mit Rotkraut, Salat, Kartoffeln und Gr\u00fctze.\u00a0<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Am Nachmittag fahren wir dann zu den Cousinen von Norberts Vater nach Zielonka. Auch Maika und Kasja fahren mit. Besonders Cousine Anastasia soll uns noch viel erz\u00e4hlen k\u00f6nnen. Beide sind \u00fcber 80.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Nach ca. \u00bd Stunde leitet uns Roman zu einem einzelnen Geh\u00f6ft, ein sehr altes Haus und ein neues Haus, ein neues und ein altes Stallgeb\u00e4ude. Die neuen Geb\u00e4ude sind noch nicht verputzt. Wir werden von zwei alten Damen und einem j\u00fcngeren Ehepaar \u00e4u\u00dferst herzlich begr\u00fc\u00dft und gleich in ihr neues Haus gebeten. Das Wohnzimmer ist mit neuen M\u00f6beln sch\u00f6n eingerichtet. Sp\u00e4ter erscheint noch Bernhard, ebenfalls ein Vetter von Norberts Vater. Er ist mit einem Ursus Traktor vorgefahren. Gleich wird in polnischer Sprache viel und schnell gesprochen, doch wir verstehen leider nichts. Roman \u00fcbersetzt in die englische Sprache. Die Verst\u00e4ndigung ist f\u00fcr uns schwierig, weil alle in der ersten Begeisterung gleichzeitig reden. An diese Sprachprobleme hat man aber gedacht, denn es kommt nun eine junge deutsche Frau (gelernte Lehrerin), die mit ihrem deutschen Mann in der Nachbarschaft ebenfalls einen Bauernhof betreibt und \u00fcbrigens auch dort bleiben m\u00f6chte. Sie hat einen 5-j\u00e4hrigen Sohn, der nat\u00fcrlich polnisch und deutsch spricht. Der Tisch ist inzwischen mit reichlich Kuchen, Kaffee und Sprudel gedeckt. Hier gibt es \u00fcbrigens den typisch polnischen Kaffee: im Glas, frisch aufgebr\u00fcht, trinkfertig erst wenn der Kaffeesatz sich abgesetzt hat. Die Unterhaltung ist \u00e4u\u00dferst lebhaft. Sie freuen sich offensichtlich, dass einmal Besuch aus der deutschen Verwandtschaft gekommen ist.\u00a0<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Norbert und Roman unterhalten sich in englischer Sprache, die junge Nachbarin \u00fcbersetzt zwischen deutscher in die polnische Sprache. Norbert erf\u00e4hrt, dass sein Gro\u00dfvater weitere Br\u00fcder hatte. Von Martin, der 1916 im Skaggerak bei der Seeschlacht mit den Engl\u00e4ndern gefallen ist, hatte Cousin Ewald schon erz\u00e4hlt. Die Cousinen Anastazja und Genowefa sind T\u00f6chter von Johann. Von Johann h\u00f6rt Norbert zum ersten Mal. Bernhard ist ein Enkel von der \u00e4ltesten Schwester seines Gro\u00dfvaters.\u00a0<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Am Abend fahren wir dann in die Ortsmitte von Zielonka und sehen das Haus von Norberts Urgro\u00dfeltern. Hier befindet sich ein altes Holzhaus, das noch aus den ersten Jahren des vorherigen Jahrhunderts stammen soll. Es ersetzte das noch \u00e4ltere erste Holzhaus. Norberts Vater war 1911 mit seinen Eltern nach Neuwied gekommen. Ein Bruder von 8 Geschwistern blieb dort oder ging zur\u00fcck. Es war Romans Gro\u00dfvater. Anastasia f\u00e4hrt noch mit uns zum Friedhof in Sdroje, wo sich Gr\u00e4ber aus der Verwandtschaft befinden. Der Friedhof in Sdroje ist in den letzten hundert Jahren neu angelegt worden. Fr\u00fcher geh\u00f6rte Zielonka zur Pfarrei Cekcyn. Es ist sp\u00e4t geworden und wir dr\u00e4ngen zur R\u00fcckfahrt. Die Familie m\u00f6chte unbedingt das Abendessen machen. Mit viel \u00dcberredungskunst m\u00fcssen wir uns von dieser Einladung l\u00f6sen und verabschieden. Wir fahren zur\u00fcck nach Chojnice, unterwegs ist Kasja auf meinem Scho\u00df eingeschlafen. Roman zeigt uns noch voller Begeisterung in der Garage sein Leichtflugzeug mit Motor. Ich muss mich hineinsetzen und es hei\u00dft, bei einem n\u00e4chsten Besuch unbedingt mitfliegen. In der Zwischenzeit hat Maika doch noch ein Abendbrot f\u00fcr uns gemacht. Besonders lecker schmeckt uns der in Tomatenso\u00dfe eingelegte Hering. Schon geht Maika zum K\u00fchlschrank und packt f\u00fcr uns eine 1-kg-Dose Fisch ein, die wir unbedingt mitnehmen sollen. Am n\u00e4chsten Tag fliegen wir ja nach Hause. Wir verabschieden uns herzlich von Roman, Maika und den Kindern und fahren zur\u00fcck nach Danzig. Kurz nach Mitternacht gehen wir m\u00fcde ins Bett.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Freitag, 15. Juni 2007<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Wir schlafen uns aus, packen die Koffer und verlassen nach dem Fr\u00fchst\u00fcck gegen 10.00 Uhr das Hotel. Unser Flugzeug startet um 21.15 Uhr und unser Leihauto m\u00fcssen wir erst um 19.00 Uhr am Flughafen abgeben. So haben wir noch den ganzen Tag vor uns. Wir wollen noch einmal Richtung Norden fahren und die Orte Puck und Krokowa besuchen, in denen wir 2003 schon einmal mit der KVHS Trier-Saarburg waren. Nachdem wir w\u00e4hrend unserer ganzen Reise nur sch\u00f6nes Wetter hatten, ist es heute stark bew\u00f6lkt und regnerisch. Ich denke nur, dass ist f\u00fcr unseren Fisch von Roman und Maika auch nicht schlecht. Wegen des schlechten Wetters ist es in Puck, direkt am Haff gelegen und Partnerstadt von Konz, ziemlich trist. Auch in Krokowa, in dem Graf Krokow aus F\u00f6hren nach der Wende sein Heimatschloss renoviert hat, und sich heute eine europ\u00e4ische Begegnungsst\u00e4tte befindet, ist nicht viel los. Norbert fotografiert mich noch vor dem f\u00fcr uns interessanten Schild: F\u00f6hren, Schweich 1200 km, und fahren weiter Richtung Norden.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Wir wollen noch in den Ferienort Karwia, ca. 20 km n\u00f6rdlich von Krokowa, direkt an der offen Ostsee gelegen. Es ist ein kleines Ferienzentrum, in dem offensichtlich bei gutem Wetter viel Tourismus herrscht. Bei recht st\u00fcrmischem Wind gehen wir kurz durch die D\u00fcnen und sehen einen langen, schmalen wundersch\u00f6nen feinen Sandstrand. Der Regen macht es sehr ungem\u00fctlich und so sind wir froh, wieder im Auto zu sitzen um die R\u00fcckfahrt \u00fcber Land anzutreten. Um 16.00 Uhr sind wir noch einmal bei Felicja und Marian zum Abschiedskaffee eingeladen. An dem uns bekannten Einkaufszentrum besorgen wir vorher Blumen f\u00fcr Felicja. Sie serviert uns zuerst die typisch polnische &#8222;Rote-Beete-Suppe&#8220; genannt &#8222;Borscht&#8220; mit kleinen Pasteten. Es schmeckt wirklich lecker. Etwas sp\u00e4ter gibt es dann noch Himbeer-Sahne-Torte und Kaffee.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Wir m\u00fcssen noch viele alte deutsche B\u00fccher anschauen und bedanken und verabschieden uns ganz herzlich mit einer Einladung zu uns nach Sirzenich.<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Als wir am Flughafen sind, haben sich ringsherum schwere Gewitter zusammengezogen.\u00a0<\/span><br style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\" \/><span style=\"color: #000000; font-size: medium; font-family: 'Times New Roman';\">Wir starten dann gegen 21.30 und landen um 23.00 Uhr, sicher am Flughafen Hahn. Katja und Thomas stehen zur Heimfahrt bereit. Diese sch\u00f6ne, sehr erlebnisreiche Reise werden wir lange nicht vergessen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Juli 2007.Auf den Spuren von Norberts Vorfahren!Unsere Erlebnisreise vom 6. bis 15. Juni 2007 nach Danzig, Chojnice und in die Tucheler Heide in Polen.Mittwoch, 6. Juni 2007Gegen 21.30 kommen wir in Danzig am Flughafen an. Nach Zollkontrolle und Gep\u00e4ckabholung entdecken wir gleich unseren neuen Bekannten Marian Kuziemski Er h\u00e4lt ein gro\u00dfes Schild mit unserem Namen &#8230; <a title=\"Neue Seite\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/roclawski.eu\/wordpress\/?page_id=1610\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Neue Seite\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1610","page","type-page","status-publish"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/roclawski.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1610","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/roclawski.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/roclawski.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/roclawski.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/roclawski.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1610"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/roclawski.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1610\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1612,"href":"https:\/\/roclawski.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1610\/revisions\/1612"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/roclawski.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1610"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}